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„Groß ist die Kraft der Erinnerung, die Orten innewohnt.“ (nach Cicero)

Der Lift von Sankt Jakob

Zwei Jahrzehnte konnte man St. Jakob im Lift erreichen. Er führte von der heutigen „Stua Zirm“ in St. Ulrich hinauf auf die Wiese unterhalb des Jakoberhofs.

Eröffnet wurde der Sessellift, den Robert Höglinger (Hotel Regina) gebraucht erstanden hatte, im Juli 1948. Später wurde er in einen offenen Gondellift umgebaut und 1960 an Hansi Peristi aus Banch übergeben. Der Lift wurde 1970 abgebaut.

In St. Jakob, genauer: von Pertan bis zum Gasthaus Somont war von 1960 bis 1969 zudem ein kleiner Skilift in Betrieb.

Seilbahn Seiser Alm

Jene von St. Ulrich war die erste Seilbahnverbindung auf die Seiser Alm. Ab 1935 konnte sie in zwei Holzkabinen 15 bis 16 Passagiere in sechs Minuten auf die Alm bringen. Sie schuf damit die Grundlagen für einen modernen Wintertourismus, für den weitere Skilifte auf der Seiser Alm und auf die Hänge von Ronc und Vidalonch folgten.

1968 wurde die Seilbahn ein erstes Mal ausgebaut, 1999 folgte der Bau der heutigen Gondelbahn. Sie kann 2200 Skifahrer pro Stunde auf die Seiser Alm befördern.

Denkmal Lokomotive

In gerade einmal fünf Monaten wurde die Grödner Bahn 1915/16 als Nachschublinie für die Dolomitenfront errichtet. Sie führte von Klausen nach Plan und war auch nach dem Krieg eine wichtige Verbindung ins Eisacktal – auch für Holzschnitzware, die in die ganze Welt exportiert wurde.

Die Geschichte der Grödner Bahn endet mit ihrer letzten Fahrt am 29. Mai 1960. In den 44 Jahren ihres Betriebs waren sechs Dampflokomotiven im Einsatz, die letzte erhaltene wurde 1973 zum Denkmal umfunktioniert.